AtelierMAGAZIN | Rumpenheim seit 770
Einer der ältesten urkundlich nachgewiesenen Orte des Maingebietes
Rumpenheim, das am 1. Juni 770 erstmals im „Lorscher Codex“ erwähnt wurde, kam später als Teil des Kurfürstentums Mainz in den Besitz der Herren von Münzenberg, die später zu den Grafen von Hanau wurden. Im Jahr 1674 erhielt der hanauische Kammer- und Regierungspräsident Johann Georg Seiffert von Edelsheim ein Lehen in Rumpenheim von den Grafen von Hanau. 1680 erwarb er das Gut des Frankfurter Kaufmanns Daniel d’Orville sowie mehrere andere Grundstücke und ließ im selben Jahr das „Herrenhaus“ bauen, das den mittleren Teil des späteren Rumpenheimer Schlosses bildet. 1736 fiel die Grafschaft Hanau aufgrund eines Erbvertrags an die Landgrafschaft Hessen-Kassel. Prinz Friedrich ließ das Herrenhaus zu einer dreiflügeligen Wohnanlage, dem Rumpenheimer Schloss, erweitern. 1866 wurde Rumpenheim, das bis dahin zu Kurhessen gehörte, vom König von Preußen an das Großherzogtum Hessen-Darmstadt abgetreten und kam zum Kreis Offenbach. Am 1. April 1942 verlor Rumpenheim seine Selbständigkeit durch die Eingemeindung in die Stadt Offenbach.