SCHMUCKatelier WOLFGANG UHL

Die Magie der Steine setze ich in ihrer über Jahrmillionen gewonnenen Ausstrahlung in Szene. Es sind nicht nur Edelsteine, Kristalle und Mineralien, die in den Ypsilonketten, Ringen, Armbändern oder dem Ohrschmuck zumeist unbearbeitet glänzen. Auch einfache roh gebrochene Gesteine, Kiesel und andere Fundstücke kombiniere ich mit Zuchtperlen und verarbeite sie zu markantem Unikat Schmuck. Dabei reizt mich besonders, diese Materialien so zu präsentieren, dass sie ohne Schleifen und Polieren in ihrer natürlichen Schönheit zur Wirkung kommen.

Kollektion WOLFGANG UHL

Seit 1999 habe ich Leben und Arbeiten zusammengeführt und mein ursprüngliches Ladengeschäft in Offenbach, in dem ich meine künstlerische Tätigkeit 1980 aufnahm, gegen Räume im historischen Marstallgebäude des Rumpenheimer Schlosses eingetauscht. In den ehemaligen Pferdeställen befinden sich im Erdgeschoss auf 60 qm meine Geschäftsräume. Die romantische Anlage lockt die Besucher auf eine farbenfrohe Entdeckungsreise. Auf Ihren ganz unverbindlichen Besuch freue ich mich.

Aktuelle Öffnungszeiten

SCHMUCKatelier WOLFGANG UHL, Rumpenheimer Schlossgasse 4, 63075 Offenbach-Rumpenheim

Freie Arbeiten

Schwebende Wesen

Geschenkgutschein

Der Geschenkgutschein ist auch per Brief erhältlich, kostenfrei

JUTTA HINGST | Gastkünstlerin im SCHMUCKatelier

Ihre Arbeiten entstehen entweder mit zarten Linien als Radierung, als Aquarell mit Tusche, oder kurz und unmittelbar als Zeichnung mit Graphit oder Farbstift. Die Betrachter dürfen ihre Geschichten schmunzelnd dazu erfinden, oder sich einfach nur amüsieren.


JUTTA HINGST | Grafik und Zeichnung

Weil die Kunst sie seit ihrer Jugend faszinierte, studierte sie auch an der Hochschule für Gestaltung. „Ich muss einfach zeichnen, das ist für mich wie eine Gegenwelt“, sagt Hingst. „Es vergeht kein Wochenende, an dem ich nicht arbeite.“ 

AtelierADVENT im Marstall

Verkaufsausstellung im historischen Marstall am Rumpenheimer Schloss: Jutta Hingst und Wolfgang Uhl präsentieren ihre Arbeiten

AtelierMAGAZIN "Rumpenheim"

  • Historische Bilder
  • Lorscher Codex 
  • Schloss Rumpenheim
  • Sie suchten einen König 

AtelierSAMSTAG "offenes Atelier"

Sporadisch findet der AtelierSAMSTAG statt. Sie erleben die Arbeitsatmosphäre und werfen einen Blick auf gerade entstehende Schmuckstücke

Markttermine und Ausstellungen

Auf Ihren Besuch an meinem farbenfrohen Marktstand freue ich mich

Pressespiegel SCHMUCKatelier

  • ART + DESIGN International Jewelry Magazine
  • Frankfurter Rundschau
  • MUT&LIEBE
  • Offenbach Post
  • Offenbacher Wirtschaft / IHK

Schlosspark Rumpenheim

Wer den Schlosspark in Rumpenheim durchstreift, der kann sich an einem schönen Fleckchen Erde erfreuen. Kaiser Franz Joseph war da und aus Russland Zar Alexander III. aus Dänemark kamen die Könige

Service für meine Kundinnen

  • Auftragsarbeiten
  • Geschenkgutschein
  • Komplettieren Sie Ihre Schmuckstücke
  • Reparaturen
  • Wunschlisten

Szenenwechsel im SCHMUCKatelier

Seit Anfang an gehört der Szenenwechsel zum Ausstellungszyklus, sporadisch findet er statt

Offenbach ist eine Stadt voller außergewöhnlicher Orte, die auch kundige Einwohner überraschen. Der Autor Uwe Kauss hat sie gesucht und gefunden. Er hat sich für sein Buch auf die Reise in ein verborgenes Offenbach gemacht. Er lernte interessante Menschen und spannende Vorhaben kennen. 99 mal blickt er in die Hinterhöfe und hinter die Fassaden und entdeckt die Gegenwart der Stadt aus einer ganz neuen Perspektive. Diese Geschichten erzählt er spannend, abwechslungsreich und literarisch, mit viel Humor und Gefühl. Das Buch ist im Cocon Verlag erschienen, Neuauflage November 2017

Ein Auszug aus dem Buch „99 mal Offenbach – Orte, Menschen, Bilder, Geschichten“ - folgen Sie Uwe Kauss ins SCHMUCKatelier WOLFGANG UHL

Wie Steine zu Schmuck werden

Da liegt ein Kieselstein auf dem Weg. Helles Grau, vom Regen gerundet, langweilig. Ist halt ein Stein, was soll's. Wolfgang Uhl sieht das anders. Für ihn ist das ein Schmuckstück. Denn er macht Schmuck, der anders ist. Steinschmuck. Der Rumpenheimer Künstler lebt und arbeitet im Marstall des ehemaligen Schlosses. In seinem Atelier im Erdgeschoss zeigt er Ketten, Ringe, Armbänder und Ohrringe, die weder Diamant, Saphir und Rubin brauchen. Er kombiniert natürliche Kristalle, farbenprächtige Mineralien, unbearbeitete Muscheln und Kiesel mit Silber und Zuchtperlen. Jedes Stück ist ein Unikat, Serienproduktion ist für ihn nicht denkbar. 

Wer sein denkmalgeschütztes Atelier betritt, geht an fünf hölzernen Kästen an der Wand vorbei, jeder mit einer anderen Farbe und Struktur. Dezent beleuchtet, finden sich Ketten und Armreifen auf Sockeln und in kleinen Schubladen zum Selberstöbern. Wer auf dem schiefen historischen Steinboden des ehemaligen Pferdestalls weitergeht, steht vor Uhls Arbeitsplatte. Hinter einem kiloschweren Quarzkristall begrüßt auf dem Präzisionsbohrer ein Froschkönig die Gäste, dahinter eine kleine Schraubzwinge. Jede Menge Werkzeug liegt herum. 

Seit 1999 ist Rumpenheim Uhls Heimat. Zuvor arbeitete er in einer winzigen Ladenwerkstatt in der Geleitsstraße. „Ich hatte sieben Quadratmeter Werkstatt und 20 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Das war hart, aber es ging.“ Dort produzierte der aus Offenbach stammende Künstler vor allem Keramik, fertigte Teller und Leuchter. Studiert hat er allerdings Maschinenbau. Es war „eine andere Welt“ für ihn. Nicht seine. „Ich wollte immer Erfinder sein, aber mit Maschinenbau konnte ich das nicht werden.“ Schon während des Studiums produzierte er Keramik, und 1980 begann er, als freischaffender Künstler zu arbeiten. Obwohl es „eigentlich ganz gut“ lief, experimentierte er parallel mit Steinschmuck und ließ die Keramik bald ruhen. An den Wänden seines Ateliers finden sich dutzende Naturerscheinungen, die Uhl mit wenigen Mitteln zum Schmuckstück macht. „Ich bin ein Naturfreund, ich bin gern draußen, liebe das Meer, ich wandere oft“, erzählt er. Die Natur in ihren Formen und Erscheinungen - „sie kann ich wirklich genießen“. Ihr ästhetischer Reiz „ist das, was mich interessiert.“ Natürliche Kristalle, die er selbst findet oder von Mineralienhändler bezieht, verwandelt er mit zarten silbernen Röhren zum Anhänger. Ihre manchmal durchbrochene Struktur, Eleganz und Farbe bringt er auf der Haut der Trägerin zum Leuchten, indem er einen Kontrast setzt. Das geschieht etwa mit zart-mattem Silber, dem Glanz von Perlen, dunklem Hämatin oder kleinen, geschliffenen Bergkristall-Elementen. 

Uhl hat in den vergangenen Jahren eigene Techniken und Verfahren entwickelt. So entstand 2006 die Y-Kette, die meist aus zwei verschiedenen Strängen gefertigt ist. Am Dekolletee kommen beide in der Mitte zusammen, doch ein Strang ist länger, ragt nach unten und formt so ein Y. Beim Tragen entsteht so eine besondere Eleganz. Ein ähnlich reduziertes Prinzip wendet er bei Ringen an. Die Steine, Mineralien und Muscheln bringt er versetzt an ebenso unsymmetrisch geformten, meist sich verjüngenden Ringen an. Beim Tragen wirkt der Schmuckstein nun, als schwebe er zwischen den Fingern. Auch hier kombiniert er Materialien, die sich auf den ersten Blick fremd sind: Schlichten Basalt oder unpolierten Bernstein setzt er neben eine weiße Zuchtperle. „Ich habe beobachtet, dass traditionelle Ringe mit genau zentriertem Stein sich im Alltag zur Seite drehen“, erklärt Uhl das Konzept, „bei meinen kann das nicht passieren.“ Sie sitzen und die Steine schweben. 

Eine collagenartige Ästhetik bietet seine „Pintura“-Technik, in der er Edelsteinsplitter, Sand und Ölfarbenpigmente mit Quarzsplittern in einem speziellen Verfahren kombiniert. „Das sind Steinbilder, die so entstehen“, wundert er sich immer noch. Nebenan befindet sich sein Archiv mit tausenden Objekten, die er teils auf Reisen oder beim Wandern gefunden hat. Sie bleiben wie sie sind. Er säubert sie nur, mehr nicht. Ihren Reiz entfalten sie schon selbst.